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Ernährungsumstellung - Artikel in der Ganzen Woche


Julia und Ursula Pabst im Interview mit der Ganzen Woche (Nr. 43/2015) zum Thema "Ernährungsumstellung".

Die Ernährung hat großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Auch die körperliche Veranlagung spielt eine Rolle. Eine Ernährungsberatung kann helfen, die richtige Methode für eine Essensumstellung für sich zu finden. Hungern der radikale Diäten sind kontraproduktiv und gesundheitsschädigend. Eine Ernährungsumstellung muss langfristig geplant werden.

Hektisch stopft sie sich den letzten Bissen des Weckerls in den Mund. „Aber am Abend gibt‘s dann etwas Warmes, Selbstgekochtes“, verspricht sie sich gedanklich selbst. Nach der Arbeit biegt sie aber statt zur Gemüseabteilung doch wieder zu den Fertiggerichten ab. „Ich bin einfach zu müde. Aber morgen koche ich dann selbst. Ganz sicher.“ In Zukunft wird sich das Gesundheitsbewusstsein zum Positiven weiterverändern“, zeigt sich die Ernährungswissenschaftlerin Mag. Julia Pabst überzeugt. Sie hat gemeinsam mit ihrer Schwester Mag. Ursula Pabst das Ernährungsberatungszentrum „resize“ (www.resize.at, Tel.: 0664/920 930 9) ins Leben gerufen.

Das Essverhalten ist maßgeblich für unser körperliches Wohlbefinden verantwortlich. Es gilt aber, auch noch andere gesundheitliche Aspekte zu berücksichtigen. „Eine ausgewogene Ernährung ist eine Säule auf dem Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden. Daneben spielen noch die körperliche Aktivität sowie emotionale und psychische Stabilität eine Rolle. Wer sich gesund ernährt, aber verbissen Sport betreibt und sich täglich Sorgen über das Essen macht, wird keine optimale Gesundheit erreichen können“, gibt Pabst zu bedenken. Eine Ernährungsumstellung sollte langfristig geplant werden. „Die angestrebte Ernährungsweise muss realistisch ins Leben passen. Ein Fleischliebhaber muss nicht zwingend auf vegan umstellen, jemand, der nicht gern kocht, braucht keine komplizierten, utotischen Rezepte. Die Menschen müssen sich das Leben auch nicht unnötig schwer machen und kurz vorm Urlaub oder vor Weihnachten loslegen“, sagt sie.

Es ist auch wichtig, ein konkretes Ziel vor Augen zu haben. „Ohne klare Vorstellung, warum und wofür ich die Ernährung umstelle, gibt es keine Motivation, die Veränderung tatsächlich durchzuziehen. Eine Ernährungsumstellung ist anfangs mit Arbeit verbunden. Es ist wie ein Projekt zu betrachten, dafür braucht es Zeit und auch den Fokus. Der Herbst ist übrigens die ideale Zeit für eine Umstellung. Der Warenkorb an saisonalen Lebensmitteln bietet Vielfalt, die meisten Menschen haben wieder mehr Zeit und Lust zu kochen“, weiß die Ernährungsberaterin. Jeder Mensch ist anders veranlagt. Auch Diäten schlagen nicht bei allen gleich an. Deswegen sei eine individuelle Ernährungsberatung wichtig, weiß Pabst. „Es gibt zahlreiche Ernährungsratschläge im Internet. Mit dieser Fülle sind viele Menschen überfordert. In der persönlichen Beratung können all diese Infos gemeinsam besprochen und sortiert werden. Was ist für mich, mein Leben, mein Essen überhaupt sinnvoll und wichtig? Wir helfen, einen roten Faden zu finden, alltagstaugliche Essensregeln zu definieren und Strategien für schwierige Essenssituationen zu entwickeln.“

Die Ernährung steht derzeit ohne dies hoch im Kurs. Je ausgefallener, desto besser, lautet das Motto. Ein Beispiel ist die „Steinzeiternährung“, auch „Paleo-Diät“ genannt. Ihre Anhänger orientieren sich, wie der Name verrät, an dem Essverhalten der Steinzeitmenschen. Die Ernährung besteht vor allem aus hat etwas Positives. Die Paleo-Diät beispielsweise arbeitet stark mit naturbelassenen Lebensmitteln, das finde ich super. Gefährlich wird es allerdings, wenn das gesamte Weltbild nur noch aus dem neuen Essensmodell besteht“, meint die Expertin. Pabst warnt vor allzu radikalen Ansätzen. „Sie sind mit Vorsicht zu genießen. Einfach nur eine Woche lang zu hungern, um danach wieder ordentlich reinzuhauen, schadet mehr, als es gut tut“, betont sie. Ernährung ist ein zentraler Bestandteil unseres Lebens. Dass sich immer mehr Menschen damit auseinandersetzen, hält die Expertin für wichtig und richtig. Wenn sich der Alltag aber nur noch um die Ernährung dreht, kann daraus eine Essstörung werden. „Ein entspannter Zugang hilft hier deutlich mehr. Es ist nicht egal, was wir essen, aber wir müssen auch nicht Perfektion anstreben, denn die gibt es bekanntlich nicht“, sagt Mag. Julia Pabst.
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